Genug, gerecht, gemeinsam – eine europäische Alternative zum alten Kapitalismus
Der Kapitalismus hat in wenigen Generationen enormen Wohlstand geschaffen – und zugleich seine eigenen Grundlagen untergraben. Angesichts der Klimaerhitzung, digitaler Machtkonzentration, geopolitischen Spannungen und wachsender Ungleichheit entscheidet sich, ob wir eine Wirtschaft schaffen, die innerhalb planetarer Grenzen „genug, gerecht, gemeinsam“ ermöglicht – oder in eine Welt privater Schutzgüter und öffentlicher Überforderung abgleiten.
Von Eckard Christiani und Stephan Rammler
In europäischen Städten ist die Krise längst spürbar: ausgetrocknete Bäume, flimmernde Plätze im Sommer; Lieferketten stocken, weil Flüsse Niedrigwasser führen; Kliniken verschieben Eingriffe; Versicherer heben Prämien nach Extremwetter. Ungleichheit, Seuchen und der Klimawandel verstärken sich gegenseitig – je vernetzter die Systeme, desto heftiger die Kaskaden. Resilienz wird zur Leitmaxime in Wasser, Ernährung, Gesundheit und Energie. Ein „Weiter so“ verkennt die Pfadabhängigkeiten, die Investitionen und Routinen zementiert haben.
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