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  • Zukunftsgespräche #7 — Heinrich Strößenreuther: Die Handbremse lösen

    Heinrich Strößenreuther ist Umwelt- und Verkehrsaktivist, Politikberater und Fellow unserer Stiftung. Die Zeit nannte ihn den Verkehrsrebell im schwarzen Anzug, die taz den erfolgreichsten Verkehrslobbyisten Deutschlands. Seine Methode sieht jedes Mal gleich aus: Bürgerbewegung, Volksentscheid, Gesetz.
    In diesem Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Rammler geht es um die Frage, ob Aktivismus etwas ausrichtet.

    Der Einstieg ist ein Zusammenbruch. Ein Mittwochmorgen im März 2023: Der Volksentscheid „Berlin 2030 klimaneutral“ ist am Quorum gescheitert, der Weltklimarat hat seinen Bericht vorgelegt, der Koalitionsausschuss entkernt das Klimaschutzgesetz. Strößenreuther sitzt heulend auf dem Sofa. „Ich habe alles probiert. Mir fällt gerade nichts mehr ein. Also: gib auf.“
    Er hat nicht aufgegeben. Zweieinhalb Jahre später trat in Berlin Deutschlands erstes kommunales Klimaanpassungsgesetz in Kraft — aus einer Initiative, die er mitgegründet hat.

    Dann wischt er unsere Ausgangsfrage weg. Wir wollten über Aktivismus im Angesicht der Multikrise sprechen. „Krise ist mit Sicherheit das falsche Wort“, sagt er — eine Krise gehe vorüber, diese Lage nicht. Und noch ein Hieb hinterher: Außerhalb der akademischen Szene seien die Leute oft „total entspannt und gechillt“, das Krisengefühl in Teilen eine Blasenwahrnehmung. Gesagt gegenüber einem Zukunftsforscher, im Podcast einer Stiftung, die von genau dieser Diagnose ausgeht.

    Danach wird es handwerklich. 2013 stellt er eine App online, mit der Bürger Falschparker melden können — die Empörung war der Zweck: „Der zentrale Konflikt der Verkehrsdiskussion ist der Flächenkonflikt. Also muss man ihn mit politischer Energie bespielen.“ 2015 dann der Volksentscheid Fahrrad. Zwischen Weihnachten und Neujahr googelt er, wie man Gesetze schreibt, und findet fast nichts. Nötig waren 20.000 Unterschriften in sechs Monaten. Es wurden 100.000 in dreieinhalb Wochen. Daraus wurde 2018 das Berliner Mobilitätsgesetz, das erste seiner Art in Deutschland, und bundesweit die Vorlage für über fünfzig Radentscheide.

    Der zweite Erfolg heißt BaumEntscheid. Auslöser war Trotz: Der neue Senat wollte das Mobilitätsgesetz schreddern, in das er zwei Jahre ehrenamtlicher Arbeit gesteckt hatte. „Ich kann es euch zeigen. Und zwar diesmal mit Bäumen.“ Im November 2025 nahm das Abgeordnetenhaus das Gesetz ohne Gegenstimme an: eine Million Straßenbäume, tausend Miniparks, zwei Grad Kühlung in 170 Hitzevierteln, 3,2 Milliarden Euro bis 2040.
    Aber warum schleppt die Umsetzung? Er antwortet nicht mit Bürokratiekritik: „Es liegt gar nicht an der Verwaltung. Es liegt an Leadership.“ In zwei Bezirken habe es plötzlich funktioniert, weil dort engagierte Stadträte saßen.

    Am schärfsten wird es beim Wasser. In der Lausitz endet der Braunkohleabbau, die Gruben werden nicht mehr leergepumpt, das Wasser verdunstet in neuen Seen statt nach Berlin zu fließen. Gleichzeitig werden in den wohlhabenden Bezirken Pools gebaut. Die Bild-Zeitung hat dafür schon eine Überschrift gefunden: Kommt jetzt die Wasserstasi? Seine Antwort: „Hoffentlich kommt die Wasserstasi. Danke, Bild-Zeitung, dass ihr die Frage stellt. Ja, die muss kommen.“

    Dazu: warum er 2021 als Klimaaktivist in die CDU eintrat und drei Jahre später wieder austrat — die Austrittsurkunde warf er am ersten Weihnachtstag ein, seinem Geburtstag. Warum er trotzdem allen empfiehlt, in Parteien einzutreten. Warum es neben den positiven Erzählungen die Wut braucht. Und warum er am Ende optimistisch ist: „Eigentlich müssen wir gerade noch die Handbremse lösen, und wir kriegen dieses Ding in den Griff.“

    Das Gespräch führte Stephan Rammler.
  • Resilienz statt Rendite

    Genug, gerecht, gemeinsam – eine europäische Alternative zum alten Kapitalismus

    Der Kapitalismus hat in wenigen Generationen enormen Wohlstand geschaffen – und zugleich seine eigenen Grundlagen untergraben. Angesichts der Klimaerhitzung, digitaler Machtkonzentration, geopolitischen Spannungen und wachsender Ungleichheit entscheidet sich, ob wir eine Wirtschaft schaffen, die innerhalb planetarer Grenzen „genug, gerecht, gemeinsam“ ermöglicht – oder in eine Welt privater Schutzgüter und öffentlicher Überforderung abgleiten.

    Von Eckard Christiani und Stephan Rammler

    In europäischen Städten ist die Krise längst spürbar: ausgetrocknete Bäume, flimmernde Plätze im Sommer; Lieferketten stocken, weil Flüsse Niedrigwasser führen; Kliniken verschieben Eingriffe; Versicherer heben Prämien nach Extremwetter. Ungleichheit, Seuchen und der Klimawandel verstärken sich gegenseitig – je vernetzter die Systeme, desto heftiger die Kaskaden. Resilienz wird zur Leitmaxime in Wasser, Ernährung, Gesundheit und Energie. Ein „Weiter so“ verkennt die Pfadabhängigkeiten, die Investitionen und Routinen zementiert haben.

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  • Malefizsteine verstellen den Blick

    Was beyond sein könnte – und warum Europa es noch nicht sieht

    Essay von Eckard Christiani & Dirk Meyer

    Malefiz kennen alle: Wer in diesem Brettspiel zuerst ans Ziel will, muss die weißen Blockadesteinchen der anderen aus dem Weg räumen. Der Name kommt vom Lateinischen maleficus – boshaft. Europas Spielfeld ist derzeit voller Blockadesteinchen.

    Multiple Krisen verstellen nicht nur den Weg, sondern auch den Blick auf das Ziel. Die einschneidendste dieser Krisen ist die Klimakrise, deren Folgen alle Politikfelder durchdringen. Die These dieses Essays lautet:

    Europas Antwort auf seine vielfältigen Probleme ist Europa selbst. Zugleich läuft es Gefahr, die richtigen Wege zum Ziel nicht zu finden – und sich in den verschiedenen Blockaden zu verlieren, die von innen wie von außen aufgestellt werden. Die Antwort liegt „beyond“ – weit jenseits dessen, was Europa bisher als Antworten gab. In diesen Monaten werden die Weichen gestellt: Wird Europa ein Gravitationszentrum der Hoffnung? Oder sucht es sich eine Ecke im Raubtierkäfig?

    Erscheinungsebene und systemische Krisenstrukturen

    Oberflächlich betrachtet ist Europa „über Nacht“ in eine multiple Krise geraten. Als Auslöser gelten der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine 2022 und der Kollaps der regelbasierten internationalen Ordnung seit dem zweiten Regierungsantritt Donald Trumps 2025. Seither, so heißt es, gebe es erstmals wieder Krieg in Europa. Die nach 1945 etablierte multilaterale Ordnung sei am Ende. Und Europa sehe sich einer hybriden Kriegsführung ausgesetzt, deren trojanische Pferde – Ungarn, Tschechien, die Slowakei, bald vielleicht Frankreich und Polen – die EU von innen aufbrechen.

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  • 45 Grad Nord


    Wie Europa zum Reallabor einer neuen Klimazivilisation werden könnte 


    Essay: Eckard Christiani & Prof. Dr. Stephan Rammler 

    Die Klimakrise ist nicht mehr nur eine Frage der Physik. Die Zahlen sind eindeutig: Die letzten zehn Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Der sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC aus dem Jahr 2023 zeigt klar, dass die von uns Menschen verursachte Erwärmung das Klimasystem in einem Tempo destabilisiert, das außerhalb aller geologisch vergleichbaren Zeiträume liegt. Die 1,5-Grad-Marke über dem vorindustriellen Niveau wird – so die Projektion – in den frühen 2030er-Jahren überschritten, wenn die Emissionen nicht drastisch sinken. 

    Doch es geht um mehr als Temperaturkurven. Es geht darum, welche Zivilisation wir sein wollen – und ob wir uns selbst neu entwerfen können, bevor die Verhältnisse uns dazu zwingen. Dieser Essay versucht, diese Frage direkt anzugehen. Nicht als Apokalypse, nicht als Technikversprechen – sondern als Einladung, eine andere Zukunft ernsthaft zu denken. 

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  • Die Architektur der Macht

    Was die Epstein-Files über unsere Gesellschaft verraten

    Die jetzt veröffentlichten Dokumente sind mehr als ein Skandal um einen toten Sexualstraftäter. Sie sind ein Röntgenbild der globalen Elitenstrukturen – und werfen eine verstörende Frage auf: Haben wir uns an institutionelle Korruption so sehr gewöhnt, dass wir sie nicht mehr als solche erkennen?

    Ein Essay von Eckard Christiani und Kai Lindemann

    Es gibt Momente, in denen ein einzelner Fall zum Prisma wird, durch das sich die verborgenen Strukturen einer ganzen Epoche betrachten lassen. Der Fall Jeffrey Epstein ist ein solcher. Nicht wegen der Abgründe eines einzelnen Mannes – die sind hinlänglich dokumentiert und so monströs, dass sie jede menschliche Vorstellungskraft überfordern. Sondern wegen dessen, was die nun zugänglichen Dokumente über das System offenbaren, das ihn jahrzehntelang schützte, alimentierte und von ihm profitierte.

    Jeffrey Epstein

    Die Epstein-Files sind, so verstörend diese Erkenntnis sein mag, das Interaktionshandbuch der herrschenden Klassen im 21. Jahrhundert. Sie dokumentieren mit erschreckender Präzision die Abhängigkeiten, Komplizenschaften und gegenseitigen Vorteilsnahmen, die globale Machtstrukturen heute zusammenhalten. Sie ergänzen das Bild, das in den vergangenen Jahren durch die Panama Papers, die Paradise Papers, die Pandora Papers und unzählige weitere Leaks entstanden ist – und vervollständigen es um eine Dimension, die bislang im Schatten blieb: die systematische Verflechtung finanzieller, politischer und krimineller Netzwerke.

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  • Erste Dinge zuerst

    Über planetare Grenzen, moralischen Mut und die Kunst, sich eine bessere Zukunft vorzustellen

    Ein Essay von Eckard Christiani

    Ernest Shackleton, ein britischer Polarforscher, dessen Expedition ins antarktische Eis 1914 spektakulär scheiterte und dessen Männer er dennoch alle lebend nach Hause brachte, soll gesagt haben, Probleme seien am Ende nur Dinge, die man bewältigen müsse. Der Satz klingt lapidar. Er ist es aber nicht. Er ist monumentaler Pragmatismus — und er enthält, bei näherer Betrachtung, eine vollständige Philosophie des Handelns unter extremen Bedingungen. Shackleton wusste, dass Schiffe im Eis zerbrechen, dass seine Männer frieren, dass die wenigen Vorräte schwinden. Er wusste auch, dass Klagen die Situation nicht verändert. Also handelte er. Täglich. Konsequent. Mit Blick auf das, was möglich war — nicht auf das, was verloren gegangen war. Die Wissenschaft weiß seit einigen Jahren, was Shackleton intuitiv verstand: Nur wer sich eine gelingende Zukunft vorstellen kann, findet den Mut, sie zu bauen.

    Nimrod Expedition (left to right): Frank Wild, Ernest Shackleton, Eric Marshall and Jameson Adams, 1909, Adobe Stock

    Optimismus, verstanden auf seine Weise, ist keine naive Haltung. Er ist kein Wegschauen, kein Schönreden und kein Verweigern unangenehmer Wahrheiten. Dieser Optimismus ist moralischer Mut. Er ist die Entscheidung — und das ist eine Entscheidung — angesichts schwieriger Fakten nicht zu kapitulieren, sondern die Frage zu stellen: Was nun? Diese Frage ist der Ausgangspunkt aller Zivilisation. Sie ist auch der Ausgangspunkt dieses Essays.

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  • Pilotfolge online: „beyond new – Zukunftsgespräche“

    Unsere Pilotfolge ist veröffentlicht. Darin stellen wir beyond new – The Human Future Foundation vor, erklären, warum wir diesen Podcast starten – und welche Fragen uns in den kommenden Folgen leiten: Wie bleiben Gesellschaften handlungsfähig in einer Zeit der Überlagerungskrisen? Und wie entsteht Zuversicht, die mehr ist als Optimismus?

    Mit „beyond new – Zukunftsgespräche“ schaffen wir einen Ort für Gespräche, die nicht bei der Diagnose stehen bleiben. Uns geht es um Klarheit – und um die nächste, praktische Konsequenz: Was folgt aus dem Wissen? Was lässt sich politisch, kulturell, wirtschaftlich und im Alltag wirklich verändern?

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  • Es geht um ein neues Betriebssystem

    Die neue Berliner Stiftung beyond new – The Human Future Foundation will kein Weiter-so, sondern bislang ungedachte Zukünfte entwerfen – mit aussagekräftigen Szenarien und konkreten Pfaden vom Klimabauhaus bis zur Care-Ökonomie.

    von Fritz Lietsch, Chefredakteur von forum future economy

    Ausgangspunkt von beyond new ist eine klare Diagnose: Die Zivilisation, wie sie organisiert ist, läuft aus – ökologisch, sozial und kulturell. Die Gegenwart ist aus den Fugen – die Moderne stößt an ihre Grenzen. Die Gefahr: Wer im alten Trott weitermacht, vergrößert nur die Schäden. Genau hier setzt die Stiftung an: nicht bei der nächsten Effizienzformel, sondern bei der Frage, wie eine lebensdienliche Zivilisation jenseits des Weiter-so aussehen kann.

    „Es geht nicht um ein weiteres Upgrade, sondern um ein gänzlich neues Betriebssystem für das Zusammenleben unter planetaren Bedingungen“, sagt Mitgründer Prof. Dr. Stephan Rammler. Er gehört zu den profiliertesten Zukunftsforschern des Landes.

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  • Wege aus der Totalerschöpfung

    Unser individuelles Burnout ist auch ein Spiegel des planetaren Burnouts. Aber Resignation ist keine Option.

    Ein Essay von Dr. Ute Scheub

    Die Kraniche fielen wie Steine vom Himmel. Ende Oktober 2025 war im Fernsehen zu sehen, wie an Vogelgrippe erkrankte Tiere sich noch mit letzter Kraft bemühten, im herbstlichen Vogelzug über Norddeutschland mitzuhalten.

    Sie hatten all ihre bewundernswerte Grazie verloren, sie taumelten, schlugen hilflos mit den Flügeln, dann fielen sie tot auf die Erde. Tausende starben an einer Krankheit, die durch Menschenhand extrem verstärkt wurde.

    Massentierhalter sperren Tausende oder gar Zehntausende Hühnervögel zusammen in enge Ställe, wo sich dann Erreger ungestört verbreiten können und die Tiere dahinraffen. Die Abluft solcher Stätten ist oft virenverseucht, und so stecken sich auch Wildvögel an, die das Virus um die halbe Welt verbreiten; immer öfter werden sogar Säugetiere und Menschen befallen. Laut dem erwähnten TV-Bericht wurden eine halbe Million Hühner gekeult, inzwischen dürften es noch weit mehr sein. Aber der Reporter erwähnte nur die ökonomischen Verluste der Hühnerhalter. Wie mitleidlos berichten die Medien, wie herzlos reagiert die Gesellschaft! Es gab keine sichtbare Trauer um eine der anmutigsten Vogelarten der Welt. Und keinerlei Mahnungen, endlich die Massenquälhaltung von Nutztieren zu beenden. So etwas nicht mitzuformulieren, gilt als „journalistisch professionell“. Nach dem Motto: Bloß kein Emo-Gequatsche!

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  • Holz, Baby, Holz!

    An manchen Tagen spürt man die Heißzeit – das neue Normal – am ganzen Körper. Berlin erlebt solche Momente jeden Sommer. Die Stadt hat Fieber: Die Temperatur steigt langsam, schießt dann hoch, bleibt nachts auf ungesundem Niveau und sinkt nur zögerlich. Tropische Nächte sind keine Seltenheit mehr, sondern prägen den urbanen Sommer. Berlin muss Hitzeschutz, Wasserversorgung und städtische Lebensqualität gleichzeitig verbessern. Diese Entwicklung betrifft alle Städte in Deutschland.

    von Prof. Dr. Stephan Rammler

    Wer an einem heißen Juli-Nachmittag durch Berlin fährt, sieht zwei Realitäten. In Friedrichshain oder Neukölln speichert der Asphalt die Hitze wie ein Backsteinofen. Die Temperaturen bleiben nachts hoch, Schlaf wird zur Qual. Doch Orte wie der Treptower Park oder die Ufer des Tegeler Sees zeigen, wie ein paar Grad Unterschied spürbar sind. Bäume, Wasser und offene Böden kühlen die Umgebung messbar. Eine Baumkrone senkt die Temperatur lokal um bis zu sieben Grad, filtert Feinstaub, erhöht die Luftfeuchtigkeit, spendet Schatten und verhindert Hitzestaus. Trotzdem behandeln wir Stadtgrün oft nur als Dekoration.

    Tegeler See

    Der entscheidende Punkt ist simpel und radikal: Grün ist Infrastruktur – Schutzinfrastruktur. Deutschland hat beim Thema Klimaanpassung lange einen Denkfehler gepflegt. Die Erzählung lautete: Erst Klimaschutz, dann Anpassung. Doch die Erderwärmung schreitet so schnell voran, dass Anpassung längst zur Daseinsvorsorge gehört – nicht als Ergänzung, sondern als Kern.

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